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Würselen

Würselen - Informationen - Unternehmen

Einwohner: 37.500 Fläche: 34,39 km² Postleitzahl: 52146 Kennzeichen: AC

Würselen liegt am Autobahnkreuz Aachen in unmittelbarer Nähe des Dreiländerecks Belgien/Deutschland/Niederlande. Nachbarstädte sind im Uhrzeigersinn Herzogenrath, Alsdorf, Eschweiler und Aachen. Würselen gehört zum Nordkreis Aachen.

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgt im Jahr 870 unter dem Namen Wormsalt.

Um 1100 gehört Würselen zum so genannten Aachener Reich.

1265-69 Graf Wilhelm IV. von Jülich erbaut auf den Resten einer älteren Feste die nach ihm benannte Burg Wilhelmstein. Sie wird aber erst im Jahr 1344 schriftlich erwähnt.

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Von 1336 bis 1798 ist Würselen ein Quartier der Reichsstadt Aachen.

1616 Würselen taucht urkundlich als Wurseln auf. Im selben Jahr dann als Würselen.

 

Von 1794 bis 1815 gehören große Teile von Würselen (Bardenberg, Broich, Duffesheide, Euchen, Linden, Neusen, Vorweiden) zum französischen Kanton Eschweiler im Département de la Roer, seit 1815 zum Kreis Aachen. Würselen-Mitte ist die Mairie Würselen.

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1856 Das Knappschaftswesen fasst überall in den Kohleabbaugebieten Fuß. In diese Zeit fällt auch die Gründung des Knappschaftskrankenhaus in Bardenberg.

1924 Würselen hat ungefähr 14.600 Einwohner und erhält die Stadtrechte.

 

1944 Zum Ende des Zweiten Weltkrieges erlebt Würselen eine schwere Bombardierung durch die US-Amerikaner. Dabei werden fast alle Gebäude zerstört. Würselen ist für 6 Wochen Hauptkampflinie, bis die US-Amerikaner am 18. November den Rest von Würselen einnehmen.

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1969 Schließung der Grube Gouley, des letzten Bergwerks in Würselen.

1972 Die kommunale Neugliederung legt die Gemeinden Bardenberg und Broichweiden mit Würselen zusammen. Damit steigt die Zahl der Einwohner auf rund 36.500.

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Würselen besteht aus folgenden Ortsteilen: Bardenberg; Bissen; Broichweiden; Dobach; Elchenrath; Euchen; Grevenberg; Linden-Neusen; Markt-Preck; Morsbach; Nassau; Oppen-Haal; Pley; Scherberg; Schweilbach-Teut; St. Jobs; Vorweiden; Weiden; Wersch und Würselen-Mitte.

 

Das Metropolis Filmtheater veranstaltet jährlich stattfindende Freiluftkinoveranstaltungen auf Burg Wilhelmstein und im Jülicher Brückenkopf-Park.

Kulturelle Besonderheit in Würselen sind die Jungenspiele.

 

In Würselen liegt das Gewerbegebiet Kaninsberg/Aachener Kreuz. Weitere bedeutende Unternehmen sind Kronenbrot, Maxdata, die Sahinler Group und die "Größte Wanduhren und Standuhrenausstellung der Welt" betrieben von Uhrmachermeister Kriescher. Unweit davon, direkt neben der Post betreibt die Familie Dieter Breuer ihren Laden, der durch fast 3000 Biersorten und 300 Mineralwässer 10 Jahre lang ins Guinness-Buch der Rekorde gelangte und seitdem ins "EU-Who-is-who".

 

Die Burg Wilhelmstein ist eine Burgruine im Tal der Wurm an ihrem östlichen Ufer beim Würselener Stadtteil Bardenberg im Kreis Aachen. Sie beherbergt eine Freilichtbühne und ist jedes Jahr bis September Veranstaltungsort für Konzerte, Kabarett und Kino.

 

Die Burg wurde mit Bruchsteinmauern und Verteidigungsbastion als Fliehburg angelegt, so dass in Kriegs- und Notzeiten die Bevölkerung von den Lehnshöfen und aus der Ortschaft Bardenberg dort Schutz finden konnten.

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Die Ruine besteht aus einer ursprünglich durch einen Wassergraben geschützten Vorburg mit Rundturm und gotischem Torbogen sowie dem ehemals fünf Stockwerke hohen Bergfried mit angrenzendem Palas. Der Rundturm der Vorburg war ursprünglich der Kerker der Burg, und noch heute ist die Rolle der Zugbrückenkette zu sehen.

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Die Wurmbach bildete zur Zeit der Germanen an der Stelle der Burg die Grenze zwischen dem Jülichgau und dem Maasgau, später, zur Zeit der Kirchenherrschaft, zwischen dem Erzbistum Köln und dem Bistum Lüttich. Im Mittelalter verlief etwa 1 km südlich die Grenze des Aachener Reiches.

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Von 1265 bis 1269 erbaut Graf Wilhelm IV. von Jülich auf den Resten einer älteren Grenzfeste die nach ihm benannte Burg Wilhelmstein. Sie wird aber erst im Jahr 1344 schriftlich erwähnt. Ursprünglich ist sie Sitz des Jülicher Amts Wilhelmstein, eines der Ämter im Herzogtum Berg, zu welchem neben drei Gerichten unter anderem Bank, Bardenberg, Broich, Dürwiß, Euchen, Hamich, Hastenrath, Heistern, Kohlscheid, Langerwehe, Linden-Neusen, Niederbardenberg, Nothberg, Ofden, Pley, Volkenrath, Vorweiden und Werth gehören.

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Die Burg Wilhelmstein wurde mehrfach belagert und eingenommen, besonders in den Jahren 1690 und 1691, als sie von den französische Truppen Ludwigs XIV. verwüstet wurde, und im Spanischen Erbfolgekrieg Anfang des 18. Jahrhunderts. Die Burg hatte im Laufe der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer gewechselt.

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Anfang des 19. Jahrhunderts erklärt die französischen Verwaltung die Burg mit ihren umliegenden Waldungen zu Staatseigentum und verkauft das Anwesen an Privatleute. 1825, bereits zu Preußen gehörend, wird es für 1.500 Goldtaler an die Familie des Freiherren von Coels von der Bürgghen zwangsversteigert, die es 1950 den heutigen Besitzern, der Familie Grafen, weiterverkaufen.

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Die Grube Gouley war ein Bergwerk in Morsbach, einem Stadtteil von Würselen. Sie gehörte zu den ältesten Gruben des Aachener Steinkohlenreviers und förderte bis 1969 Steinkohle.

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Die Grube wurde 1599 zum ersten Mal im Aachener Kohlwerksregister erwähnt. Eingetragen war sie damals als „Gute Ley“, was soviel wie guter Fels bedeutet. 1807 wurde sie unter der französischen Herrschaft im Rheinland als „Gouley“ neu konzessioniert.

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1817 wurde die Grube durch den Fabrikanten Gerard Demet aus Lüttich gekauft, der die Grube modernisierte. 1819 ließ er die alte Wasserhaltung („Roßkunst“) durch eine Dampfmaschine ersetzen und die vorhandenen Schächte weiter abteufen. Damit wurde die Grube wieder produktiver und konnte sich 1843 mit rund 50.000 Tonnen geförderter Steinkohle an die Spitze aller Gruben des Wurmreviers setzen. 1834 waren allerdings bei einem Wassereinbruch 63 Bergleute ums Leben gekommen.

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1858 übernahm die Vereinigungsgesellschaft für Steinkohlenbergbau im Wurmrevier die Grube und baute 1860 ein neues Kesselhaus. 1875 erhielt Gouley Eisenbahnanschluss vom Bahnhof Würselen der Aachener Industriebahn, die unter Beteiligung der Vereinigungsgesellschaft zur Erschließung der Gruben und Industriebetriebe des Aachener Reviers gegründet worden war.

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1892 wurde unter Verwendung der Anschlussbahn die Strecke Würselen - Kohlscheid durch die Preußischen Staatseisenbahn in Betrieb genommen, die die Industriebahn 1887 übernommen hatte. Damit konnte die Kohle von Gouley zur Brikettfabrik nach Kohlscheid gefahren werden.

 

1899 wurde als neuer Förderschacht der „Von-Goerschen-Schacht“ abgeteuft. 1907 übernahm der Eschweiler Bergwerksverein (EBV) die Vereinigungsgesellschaft und damit auch Gouley. 1914 waren über 2.000 Bergleute auf Gouley beschäftigt. Nach Ende des 1. Weltkriegs musste die Förderung zeitweise eingestellt werden, nachdem der Raum Aachen durch belgische und französische Truppen besetzt worden war.

 

Im 2. Weltkrieg wurden auch auf Gouley Zwangsarbeiter eingesetzt, die die durch Einberufungen entstandenen Lücken auffüllen mussten. Durch die Kämpfe im Raum Aachen wurden die oberirdischen Grubenanlagen schwer beschädigt, da Gouley längere Zeit in der Hauptkampflinie gelegen hatte. Stromausfälle sorgten auch untertage für Beschädigungen. Die Stromversorgung von Gouley konnte nur über ein provisorisches Kabel, das untertage zur benachbarten Grube Laurweg verlegt worden war, aufrecht erhalten werden.

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1950 wurde Gouley mit Laurweg über einen Blindschacht verbunden, beide Bergwerke wurden zum Verbundbergwerk Gouley-Laurweg vereinigt. Dies bot sich an, da beide Gruben ausschließlich Anthrazit für den Hausbrand förderten und die Laurweg-Anlagen weitgehend veraltet waren. Bis 1955 wurde noch parallel auf Laurweg gefördert, danach erfolgte die Förderung ausschließlich in Würselen. Um die größere Fördermenge zu bewältigen, musste auf Gouley die Kohlenwäsche umgebaut, die Füllorte am „Von-Goerschen-Schacht“ erweitert und der Grubenbahnhof ausgebaut werden.

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Bis 1960 wurde Laurweg noch zur Material- und Personalfahrt genutzt, ab diesem Jahr konnte die komplette Belegschaft dank Fertigstellung einer neuen Waschkaue auf Gouley einfahren. Im gleichen Jahr wurde ein neuer, fast 70 m hoher Betonförderturm über dem „Von-Goerschen-Schacht“ fertiggestellt. Aufgrund der Notwendigkeit, parallel dazu das alte Stahlgerüst während des Baus zur Seilfahrt nützen zu können, entstand ein ungewöhnlicher, quasi auf Stelzen stehender Turm. Ebenfalls 1960 kamen durch einen Strebbruch sechs Bergleute der inzwischen 3.200 Mann umfassenden Belegschaft ums Leben. Die Tagesleistung von Gouley lag inzwischen bei 3.000 Tonnen.

 

Der ständige Rückgang der Nachfrage aufgrund der Umstellung von Heizungen auf Öl oder Gas führte zu Absatzproblemen der Gouley-Kohle. Dennoch wurde 1964 eine neue Sohle auf 850 m eingerichtet und der Förderschacht entsprechend weitergeteuft.

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Schon ab 1967 wude allerdings dann die Fördermenge stetig reduziert und die Grube schließlich am 31. März 1969 stillgelegt. Die Schächte und Grubenbaue wurden noch einige Jahre zur Wasserhaltung der benachbarten Gruben im Wurmrevier und in den Niederlanden benötigt.

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Spuren der Grube sind kaum noch zu entdecken. 1987 wurde das Zechenhaus abgerissen, auch der Betonförderturm steht nicht mehr. Er wurde am 4. August 1994 gesprengt. Die Schächte und Stollen von Gouley sind abgedeckt, unterliegen aber weiter der Bergaufsicht. Im Wurmtal findet sich noch ein Stollenmundloch von Gouley.

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Der 1837 entstandene Stollen dient ursprünglich der Förderung und zuletzt der Wasserhaltung der Grube. In Würselen selbst halten die „Gouleystraße“ und der „Gouleypark“ die Erinnerung an die Grube wach.

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Inzwischen wird untersucht, ob die Grubenwässer der stillgelegten Gruben des Aachener Reviers zur Erdwärmegewinnung genutzt werden können. Einbezogen ist dabei auch der alte Förderschacht von Gouley.

 

Bardenberg ist eine Ortschaft im westlichen Nordrhein-Westfalen und gehört seit 1972 zu Würselen im Kreis Aachen. Nachbarorte sind Würselen-Morsbach, Alsdorf-Duffesheide, Herzogenrath-Niederbardenberg und Herzogenrath-Kohlscheid.

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Bardenberg liegt auf einer Anhöhe nordwestlich vom Würselener Stadtzentrum östlich der Wurm.

Das einstige Knappschaftskrankenhaus Bardenberg fusionierte 2001 mit dem Würselener Krankenhaus zum "Medizinisches Zentrum Kreis Aachen“ und ist seitdem dessen Betriebsteil Bardenberg.

 

Die Keimzelle des alten Knappschaftskrankenhauses wurde am 1. April 1856 in einem früheren Gasthof im Ortskern Bardenbergs mit acht Betten, einem Pfleger und einer Haushälterin gegründet. Dieses Krankenhaus mitten im damaligen Aachener Steinkohlenrevier war damals eines der ersten urkundlich nachzuweisenden Knappschaftskrankenhäuser in der Geschichte des Steinkohlenbergbaus.

 

Die nächste Anschlussstelle ist "Broichweiden" auf der A 44. Die nächsten Bahnhöfe sind "Herzogenrath" und "Kohlscheid" an der Strecke Aachen - Geilenkirchen - Mönchengladbach. Busse des AVV verbinden Bardenberg mit Würselen, Morsbach, Pley, Niederbardenberg und Herzogenrath (Linie 21) sowie mit Kohlscheid (Linie HZ2) und Duffesheide (Linie 59).

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867 wird Bardenberg erstmals urkundlich erwähnt. Der älteste Nachweis auf Bergbau stammt aus dem Jahre 1113. Vom 14. Jahrhundert bis zur Franzosenzeit gehört der Ort zum Herzogtum Jülich. Von 1798 bis 1814 ist es eine Mairie im Kanton Eschweiler im französischen Département de la Roer und ab 1815 eine Gemeinde im Landkreis Aachen. Von 1808 an gehörte Bardenberg zum Bezirk des Friedensgerichts Eschweiler, später zum Amtsgerichtsbezirk Aachen.

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Aufgrund des Aachen-Gesetzes kommen am 1. Januar 1972 das Ortszentrum Bardenberg und der Ortsteil Pley an die neue Stadt Würselen, jedoch die Ortsteile Niederbardenberg und Wefelen an die neue Stadt Herzogenrath. Duffesheide, welches auch zur Gemeinde Bardenberg gehörte, wird der Stadt Alsdorf zugeordnet. Durch die ehemalige Gemeinde Bardenberg verlaufen heute 3 Stadtgrenzen.

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In den letzten Jahren gehört Bardenberg mit den zwei Neubaugebieten Höfe-Viertel (Am Kuckhof, Am Stevenhof, Oststraße) und Schützenwiese (Hesselerstraße, Kelleterstraße, Knappschaftstraße, Kremerstraße, Nellessenstraße) zu den stark wachsenden Teilen von Würselen.

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Broichweiden ist ein Stadtteil von Würselen im Kreis Aachen in Nordrhein-Westfalen. Sehenswert sind die Kirche St. Lucia und das Gut Klösterchen in der Nähe des Merzbachs. Von regionaler Bedeutung sind der Flugplatz Merzbrück und das Gewerbegebiet „Aachener Kreuz“. Broichweiden ist gut erschlossen durch die B 264 und die A 44 (Ausfahrt 5a „Broichweiden“). Wie im übrigen Würselener Stadtgebiet haben Jungenspiele in Broichweiden eine lange Tradition.

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Broichweiden wird das erste Mal um 1300 erwähnt. Von 1794 bis 1815 gehören die Gemeinden Broich und Weiden zum Kanton Eschweiler im Département de la Roer, ab 1816 zum neugebildeten Landkreis Aachen in Preußen. 1934 werden Broich und Weiden zu Broichweiden vereinigt. 1972 werden Bardenberg, Broichweiden und die Stadt Würselen zur neuen Stadt Würselen zusammengelegt. Broichweiden war zur kommunalen Neugliederung 1972 längstes Straßendorf Europas.

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Broichweiden gehörte viele Jahrhunderte zur evangelischen Kirchengemeinde Lürken und bildet heute zusammen mit dem benachbarten Hoengen die evangelische Kirchengemeinde „Hoengen-Broichweiden“.

Das Broichweidener Wappen zeigt im oberen Teil den Jülicher Löwen und den Aachener Adler. Das Flugzeug im unteren Teil erinnert an den Flugplatz Merzbrück.

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Handball nimmt in Broichweiden eine prägende Rolle ein. Die beiden Vereine "DJK Westwacht 05 Weiden e.V." und "Weidener Turnverein 1869 e.V." spielen mit den Senioren- und Jugendmannschaften erfolgreich in den Ligen des Handball-Verband Mittelrhein.

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Des Weiteren ist der "Weidener Turnverein 1869 e.V." oder kurz "TV Weiden" Veranstalter der traditionellen "Internationalen Weidener Handballtage - Franz Otten Gedächtnisturnier", welches jedes Jahr im Sommer auf dem Broichweidener Sportplatz stattfindet.

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Euchen ist eine Ortschaft im westlichen Nordrhein-Westfalen und gehört seit 1972 zu Würselen im Kreis Aachen. Nachbarorte sind Würselen-Broichweiden und Alsdorf-Ofden.

Euchen verfügt über einen Kindergarten, eine Kirche, einen kleinen Friedhof und einen Sportplatz am östlichen Ortsausgang. Am nördlichen Ortsausgang liegt eine Kläranlage.,

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Patron der Pfarrkirche ist St. Willibrord.

Von 1794 bis 1814 gehört Euchen zum Kanton Eschweiler im Département de la Roer, seit 1815 zum Landkreis Aachen im preußischen Rheinland.

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1892 bietet der Kirchenvorstand von Euchen alte Kreuzwegstationen als Ölgemälde der Wallfahrtskirche St. Judas Thaddäus Thomasberg-Heisterbacherrott im heutigen Königswinter zum Geschenk.

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Bis zur Eingemeindung nach Alsdorf 1932 gehörte Kellersberg zur Pfarrei Euchen.

1973 gehören die „Jungenspiele Euchen“ zu den neun Gründungsmitgliedern der „Arbeitsgemeinschaft Würselener Jungenspiele e.V. (AWJ)“.

Euchen liegt am Schnittpunkt zweier Landstraßen. In Richtung Westen liegen Birk und Bardenberg, in Richtung Norden Alsdorf, in Richtung Osten Broich, Linden-Neusen und St. Jöris sowie in Richtung Süden Broichweiden.

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Die nächste Anschlussstelle ist "Broichweiden" auf der A 44. Die nächsten Bahnhöfe sind "Herzogenrath" und "Kohlscheid" an der Strecke Aachen - Geilenkirchen - Mönchengladbach, "Eschweiler Hbf" an der Strecke Aachen - Düren - Köln sowie Alsdorf-Annaprk mit direktem Anschluss durch die Buslinie 31. AVV-Busse der Linie 31 und der Stadtbuslinie WÜ1 verbinden Euchen mit Würselen-Mitte, Würselen-Broichweiden, Würselen-Linden-Neusen, Alsdorf-Ofden und Alsdorf-Annaprk.

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Morsbach ist ein Stadtteil von Würselen im Kreis Aachen. Nachbarorte sind Würselen-Bardenberg und Würselen-Mitte.

Patronin der katholischen Pfarre ist St. Balbina.

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1599 wird die Morsbacher Steinkohlengrube „Gute Ley“ bzw. „Gouley“ im Aachener Revier erstmalig erwähnt. Anfang des 19. Jahrhunderts ist sie die ergiebigste Grube des Wurmreviers, und 1858 erwirbt sie der Eschweiler Bergwerksverein. 1969 wird sie stillgelegt.

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1973 gehört das „Königsspiel Morsbach“ zu den neun Gründungsmitgliedern der „Arbeitsgemeinschaft Würselener Jungenspiele e.V. (AWJ)“.

Die nächsten Anschlussstellen sind "Würselen" an der A 4 und "Broichweiden" an der A 44. Die nächsten Bahnhöfe sind "Kohlscheid" an der Strecke Aachen - Geilenkirchen - Mönchengladbach und "Eschweiler Hbf" an der Strecke Aachen - Düren - Köln.

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AVV-Busse der Linie 21 und der Stadtbuslinie WÜ1 verbinden Morsbach mit Würselen-Mitte, Würselen-Bardenberg, Würselen-Pley, Aachen, Herzogenrath-Niederbardenberg, Herzogenrath-Mitte und Herzogenrath-Kohlscheid.

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Oppen-Haal oder Haal-Oppen ist ein südlicher Stadtteil von Würselen im Kreis Aachen. Nördlich liegt Würselen-Mitte und östlich das Gewerbegebiet Kaninsberg am Aachener Kreuz. Südlich liegen der Kaninsberg und der Ravelsberg.

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1449 wurde ein edler Adam von Hall-Frankenberg in seinem Haus belagert; dieses Haus Hall lag höchstwahrscheinlich in Haal. 1800 wurde unter französischer Herrschaft die Mairie de Wurselen im Kanton Burtscheid aus den bisherigen vier Bezirken Würselen, Scherberg, Schweilbach und Morsbach gebildet.

Die Commune Würselen bestand zu diesem Zeitpunkt aus Drisch, Haal (oder: Hahl) und Oppen, die bis 1798 zum Quartier Weiden gehört hatten, sowie Würselen, Bissen, Elchenrath und Grevenberg. 1816 kommt Würselen und somit auch Oppen-Haal an den Kreis Aachen.

Der heutige Doppelstadtteil liegt im Dreieck Haaler Straße/Oppener Straße/B 264.

Die nächsten Anschlussstellen sind „Aachen-Zentrum/Würselen“ an der A 4 und „Würselen/Verlautenheide“ an der A 544.

Der Brückenkopf im rheinischen Jülich ist eine Festungsanlage aus napoleonischer Zeit, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtet wurde und die Stadt von Westen her schützen sollte. Er war in die Gesamtheit der Werke der Festung Jülich eingebunden.

Der Brückenkopf ist als Kronwerk ausgelegt und weist eine Breite von etwa 800 Metern, eine Tiefe von etwa 300 Metern und eine Höhe von etwa zehn Metern auf. Er besteht im wesentlichen aus mit Mauern abgestütztem Erdreich. Auf dem Wall befinden sich tonnengewölbte Hohltraversen zur Aufstellung von Geschützen sowie für die Verteidigung mit Kleinwaffen, sie dienen auch der Abschnittsverteidigung, sollte ein Gegner einen Wallabschnitt erobert haben.

Nach Westen hin wird die Breite des Brückenkopfes durch zwei Halbbastionen und eine Vollbastion gegliedert. Im Gegensatz zu den Bastionen der Zitadelle und der Stadtbefestigung aus dem 16. Jahrhundert, die sämtlich Vollbastionen (vollständig mit Erdreich gefüllt) sind, handelt es sich bei den Bastionen des Kronwerkes um leere Bastionen, die über keine Füllung verfügen. Die inoffiziellen Namen der Bastionen lauten:

* Zoobastion, auch Bastion No. I
Nördliche Halbbastion, benannt nach dem Brückenkopfzoo, der um sie herum gelegen ist. Von den Franzosen als rechte Bastion bezeichnet.

* Mittelbastion, auch Bastion No. II
Mittlere Vollbastion, hier stand einstmals ein Wagenhaus für die Artillerie. Ein Y-förmiger Kavalier war hier vorgesehen, der aber nie gebaut wurde.

* Bauhofbastion, auch Bastion No. III
Südliche Halbbastion, benannt nach dem Städtischen Bauhof, der nach dem Zweiten Weltkrieg in ihren Gewölben sein Zuhause hatte. Die Bastion ist wegen ihrer Nähe zu den eine günstige Angriffsposition bietenden Höhen um Aldenhoven viel stärker ausgelegt als die beiden anderen und mit einem hohen Kavalier versehen. Von den Franzosen als linke Bastion bezeichnet.

Der Name "Zoobastion" leitet sich von der jahrzehntelangen Nutzung des Vorgeländes als Vogelpark ab. In der "Bauhofbastion" befand sich lange Zeit das Lager für Baumaterial der Stadt Jülich. Vor der Escarpe des Brückenkopfes liegt ein breiter, wassergefüllter Graben. Hinter der Escarpe befindet sich eine durchgehende Galerie mit zahlreichen Scharten für die infanteristische Verteidigung. Dem Bauwerk waren mehrere Wassergräben und ein ausgedehntes Glacis vorgelagert.

Der Brückenkopf schützte den strategisch wichtigen Übergang über die Rur und die dort installierte Schleusenbrücke, die neben dem Verkehr auch militärischen Zwecken diente. Durch die eingebauten Schleusentore konnte der Flusslauf gestaut und das ganze Gebiet südlich der Festung und um den Brückenkopf geflutet werden, um einem Angreifer die Annäherung zu erschweren. Nach der Stadtseite gab es einige leichte Befestigungen in Form einer 1,25 m starken und 2,5 m hohen und mit Schießscharten versehenen Mauer, um einer Umgehung bei Niedrigwasser vorzubeugen. Die der Rur zugewandten Mauern, deren Fundamente noch erhalten sind und die heute durch eine Hecke angedeutet werden, sind in bastionierter Form angelegt, um keine toten Winkel zu bieten.

Als einziges freistehendes Gebäude findet sich auf dem Gelände der "Bauhofbastion" ein 1806 erbautes Kriegspulvermagazin ähnlich dem auf der Bastion St. Salvator der Zitadelle Jülich. Beide Magazine sind in ihrem Plan fast identisch, das in der Zitadelle ist jedoch um einiges größer. Wie sein größerer Bruder ist das Gebäude eines der ersten im metrischen System gebauten Bauwerke in der Stadt und besteht aus einem schweren Tonnengewölbe mit leichten vorgeblendeten Seitenwänden, die im Falle einer internen Explosion umfallen und so das Gewölbe vor der Zerstörung bewahren sollten.

Der Brückenkopf ist von großer bau- und kunsthistorischer Bedeutung, da er das einzige in Deutschland erhaltene Beispiel der Festungsbautechnik des französischen Empire zu Anfang des 19. Jahrhunderts ist.

Nach schweren Kriegsschäden und jahrzehntelangem Verfall wurde das Gelände 1998 in die Landesgartenschau integriert. Der Brückenkopf wurde dabei einer umfangreichen, wenn auch nicht ganz vollständigen, Restaurierung unterzogen. Heute befindet sich dort der Brückenkopfpark Jülich. Der Festungspark wurde 2005 als herausragendes Beispiel in die Straße der Gartenkunst an Rhein und Maas aufgenommen.

Der Rurübergang war bereits seit römischer Zeit von strategischer Bedeutung und ein Grund für die Entstehung der Stadt. Bereits in der Spätantike errichteten die Römer hier ein Kastell, das den Flussübergang und die Straßenstation in Jülich schützen sollte. Mit der Entstehung der Festung Jülich im 16. Jahrhundert wurde auch der Schutz der Rurbrücke wichtiger, da sie den einzigen Weg darstellte, auf dem man sich der Festung von Westen her nähern konnte. Zugleich war sie nach wie vor ein wichtiges Straßenbauwerk auf dem Weg von Frankreich und Belgien zum Rhein. Bereits im 17. Jahrhundert zeigen Darstellungen der Stadt kleine Befestigungen am Kopf der Rurbrücke, die wohl auch während der Belagerungen Jülichs eine Rolle spielten, sich jedoch als kurzlebig erwiesen, vermutlich waren es einfache Erdwerke.

Erst die Franzosen, die 1794 in Jülich einrückten, legten ein größeres Gewicht auf einen Schutz des Rurübergangs. Sie planten eine große Erweiterung der Festung, die als wichtige Etappenfestung zwischen der Rheingrenze und dem französischen Mutterland dienen sollte, dabei war natürlich der Schutz des Flussübergangs und der Straße von entscheidender Bedeutung. Darüber hinaus sollte der feste Platz als Rückhalt für ein Bewegungsheer dienen, wobei selbstverständlich die Kontrolle des Flußübergangs überaus wichtig war - er ermöglichte den eigenen Truppen die schnelle Verlegung von einer Flußseite auf die andere und verwehrte dem Gegner diese Fähigkeit. 1799 wurde mit den Arbeiten am neuen Brückenkopf begonnen, die an dieser Stelle befindliche lutherische Kirche musste dem Neubau weichen. Kurz vor der geplanten Fertigstellung besuchte Kaiser Napoleon im Jahr 1804 die Baustelle und fand das Werk nicht besonders gelungen - es war überdimensioniert und wegen seiner Nähe zu den Höhen Richtung Aldenhoven auch verwundbar. Ein kleinerer Brückenkopf verbunden mit einem Fort auf der fraglichen Anhöhe hätte den Zweck besser erfüllt, aber für eine Umdisponierung war es wegen des erheblich fortgeschrittenen Baues zu spät. Man beschränkte sich darauf, die Südbastion (heute Bauhofbastion) mittels eines aufgeschütteten Oberwalls zu verstärken. Ein entsprechender Ausbau der anderen beiden Bastionen war ebenfalls vorgesehen, unterblieb aber aus Kostengründen. 1808 war das neue Festungswerk fertiggestellt.

Seine einzige Bewährungsprobe erlebte der Brückenkopf während der Belagerung Jülichs 1814, jedoch kam es nur sporadisch zu Kampfhandlungen und das Werk blieb unbezwungen. Die Preußen übernahmen den Brückenkopf, als die Stadt 1815 an sie fiel, und hielten ihn bis zur Entfestigung Jülichs 1860 instand. Danach wurde die Anlage sich selbst überlassen und für andere Zwecke genutzt. Während des Deutsch-Französischen Krieges befand sich hier ein Kriegsgefangenenlager, und im Jahr 1893 wurde im Graben vor der heutigen Zoobastion ein Militärschwimmbad eingerichtet. 1911 wurde die alte Landstraße, die südlich um den Brückenkopf herumgeführt hatte, durch eine neue Straße ersetzt, die durch das Festungswerk hindurchführte, dabei musste ein Teil der Kurtine weichen. 1929 wurde der Brückenkopf in einen Volkspark umgewandelt, und bereits 1934 erfolgte der Umbau zur nationalsozialistischen Thingstätte, von der einige Teile erhalten blieben, so z.B. die Fundamente der ehemaligen Bühne zwischen Mittel- und Zoobastion bis zur Oberflache des Grabens. Eine rheinische Firma nutzte die umfangreichen Kasematten zur Champignonzucht.

Im Zweiten Weltkrieg war der Brückenkopf Ende 1944 und Anfang 1945 Schauplatz erbitterter Kämpfe zwischen deutschen und amerikanischen Verbänden und wurde dabei schwer beschädigt. In einem Gewölbe des Brückenkopfes waren während des Krieges wertvolle Bestände des Jülicher Stadtarchivs und Heimatmuseums ausgelagert, ausgerechnet dieses Gewölbe wurde durch einen unglücklichen Bombenvolltreffer zerstört und mit ihm die Dokumente und Artefakte. Nach dem Ende der Kampfhandlungen dienten die umfangreichen Kasematten Flüchtlingen als Unterschlupf. In der Nachkriegszeit verfielen die Festungsanlagen und wurden von Bäumen und Unterholz überwuchert, der Waffenplatz im Innern wurde als Kirmesplatz und als Standort einer Reithalle genutzt, in der Südbastion fand der Maschinenpark des Städtischen Bauhofs seinen Platz. Auch ein Gasthaus siedelte sich entlang der Straße an, das 2006 endgültig abgerissen wurde. Ab den 1970er Jahren dienten Teile der Wallanlagen als Gehege für den Brückenkopfzoo, ab den 1980er Jahren begannen erste Restaurierungsarbeiten. Im Vorfeld der Landesgartenschau 1998 wurden etwa 90% des Brückenkopfes restauriert und das Innere sowie das Glacis zu einem großen Park mit umfangreichen Gartenanlagen umgewandelt. Unrestauriert blieben bislang lediglich die Facen der Mittelbastion. Der Brückenkopf dient heute in Form des Brückenkopfparks als Naherholungsgebiet und Veranstaltungsort.


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