Monschau - Informationen - Unternehmen
| Einwohner: 12.901 |
Fläche: 94,60 km² |
Postleitzahl: 52156 |
Kennzeichen: AC |
Monschau
ist eine Stadt in der Eifel. Sie liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen,
Deutschland, und gehört zum Kreis Aachen. Die Stadt liegt zwischen
den Berghängen des Naturparks Hohes Venn – Eifel, genauer,
der Rureifel, die ihren Namen von dem Flüsschen Rur trägt, das
auch Monschau selber in tiefer, gemauerter Einfassung, aber Naturbelassenem
Bachbett, durchzieht. Sehenswert ist vor allem das „Rote Haus“,
der ehemalige Stammsitz der Textilindustriellen-Familie Scheibler (vergleiche
Lódz, dort Carl Wilhelm Scheibler).
Nachbarorte sind Simmerath, Schleiden, Hellenthal, Roetgen und das belgische
Eupen.

1198 wird der Name Monschau beziehungsweise Montjoie zum ersten Mal erwähnt.
Vermutlich zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurde die Monschauer Burg errichtet
und im darauf folgenden Jahrhundert weiter ausgebaut. Sie liegt über
dem Rurtal, dort wo der Laufenbach in die Rur mündet. Heute befindet
sich in der renovierten Burg die ältere der beiden Jugendherbergen
Monschaus.

1352 bekam Montjoie Stadtrechte.
Die Herrschaft Monschau kam nach dem Tode Johann III. von Schönforst-Montjoie
1433 an das Herzogtum Jülich.

Im Jahre 1918 wurde durch kaiserlichen Erlass der Name Montjoie in Monschau
geändert.
Bis in das 19. Jahrhundert hinein dominierte hier die Tuchindustrie, deren
Anfänge bis in das 16. Jahrhundert zurückgehen und die ihre
Blütezeit im 18. Jahrhundert erlebte.
Von 1815 bis 1972 war Monschau Kreisstadt des Kreises Monschau.

Monschau, das sich seit 1996 Luftkurort nennen darf, zieht ob seiner
pittoresken Verwinkeltheit vor allem in den warmen Monaten Touristenströme
an.

Inmitten der mittelalterlichen Stadtanlage, die vom Flüsschen
Rur durchzogen wird, dominieren schieferverkleidete Häuser und Fachwerkbauten
mit Cafés, Gaststätten oder Kunsthandwerks- und Souvenirläden.

Parkplätze sind um den Stadtkern herum angelegt und mit der so genannten
"Stadtbahn", einem als gelbe Lokomotive verkleideten Auto mit
angehängten Waggons, erreichbar. Die Stadt ist Mitglied im Arbeitskreis
historischer Stadtkerne Nordrhein-Westfalens.

Hauptattraktionen im Monschauer Jahr sind die Monschau Klassik auf der
Monschauer Burg, Happy Halloween Ende Oktober, Monschau Halali –
ein großes Fest rund um Jagd und Naturschutz im November, sowie
der Monschauer Weihnachtsmarkt, der alljährlich von zehntausenden
Gästen besucht wird.

Die Stadt ist mit regionalen Buslinien mit Aachen und Eupen verbunden
und gehört dem Aachener Verkehrsverbund an. Die ehemals bedeutende
Vennbahn und mit ihr der Monschauer Bahnhof haben verkehrstechnisch nur
noch eine historische Bedeutung.
Seit 1972 besteht die Stadt Monschau aus den Ortsteilen Höfen, Imgenbroich,
Kalterherberg, Konzen, Mützenich, Rohren, Widdau sowie Monschau selbst. Der Ortsteil Höfen hat circa 2067 Einwohner.

Charakteristisch für den Ortsteil Höfen sind die haushohen
Rotbuchenhecken. Höfen liegt eifeltypisch auf der Höhe. Die
bis zu 10 m hohen Hecken schützen vor den heftigen Winden und verhindern
so im Winter das Auskühlen des dahinter liegenden Hauses. Buchenhecken
verlieren ihr welkes Laub erst im Frühjahr, mit dem Neuaustrieb.

Ortsteil Imgenbroich (1954 Einwohner)
Gegründet von Tuchmachern liegt Imgenbroich direkt oberhalb von
Monschau auf den Eifelhöhen. Imgenbroich ist die Einkaufsgelegenheit
für Monschau und hat die meiste Kleinindustrie. Weiterhin befindet
sich hier die zweite Jugendherberge Monschaus. In der Vergangenheit wurde
auch Konzen von hier aus verwaltet.

Ortsteil Kalterherberg (2537 Einwohner)
Der Name charakterisiert den Ort. Direkt am Hohen Venn gelegen, bekommt
dieser Grenzort zu Belgien als erster das schlechte und kalte Wetter ab.
Auffällig ist die zweitürmige große Kirche, Eifeldom genannt.
Zum Ortsteil Kalterherberg, gehört die Enklave Ruitzhof. Ruitzhof
wird vom Deutschen Staatsgebiet, durch die Vennbahn abgeschnitten.

Ortsteil Konzen (2431 Einwohner)
Konzen ist die "Keimzelle" und der älteste Ortsteil von
Monschau und war schon zu karolingischer Zeit besiedelt.

Ortsteil Mützenich (2221 Einwohner)
Ebenfalls an der belgischen Grenze gelegen, im Einzugsbereich der Hohen
Venns, unterhalb der höchsten Erhebung der Gegend, dem Stehling.

Ortsteil Rohren mit Widdau (747 Einwohner)
Kleinster Ortsteil und "Wintersportgebiet" mit Sommerrodelbahn
und bei Schnee einen Schlepplift.

Die Burg Monschau ist eine Burg im in der Nordeifel gelegenen Städtchen Monschau im südlichen Kreis Aachen. Sie wird heute als Jugendherberge und im Sommer als Veranstaltungsort für Konzerte und Opern genutzt.

Die Burg entstand vermutlich Anfang des 13. Jahrhunderts und wurde Mitte des 14. Jahrhunderts zu einer Festung der Grafen von Jülich ausgebaut und mit mächtigen Ringmauern und Wehrgängen versehen. 1543 belagerten Truppen Kaiser Karls V. die Anlage mit schwerem Geschütz, nahmen sie ein und plünderten sie samt der Stadt Monschau.

Anfang des 19. Jahrhunderts erklärte die französische Verwaltung die Burg zu Staatseigentum und verkaufte sie an Privatleute, die in den Jahren 1836 bis 1837 die Dächer abtragen ließen, um von der Gebäudesteuer befreit zu werden. Dadurch verfiel die Burg zur Ruine, bis sie Anfang des 20. Jahrhunderts die Verwaltung der Rheinprovinz sichern und instandsetzen ließ.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde eine Jugendherberge im Westflügel eröffnet. So blieb die Burg Monschau als „Jugendburg“ lebendig und einladend. 1971 verpackte Christo unter anderem die Burg als Kunstwerk.
In Sichtweite der Burg, auf der anderen Stadtseite, befindet sich ein weiteres Befestigungsbauwerk: der Haller. Es ist strittig, ob er ein Außenposten der Burg, ein abgestellter Wachturm, oder der Rest einer älteren Burganlage ist.
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Dem Artikel Burg Monschau aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz
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